A2 Reiden–Sursee

Ort
Reiden–Sursee (inkl. Anschluss Reiden, exkl. Anschluss Sursee)
Total 16 km Nationalstrasse, unterteilt in die Abschnitte Reiden–Uffikon und Uffikon–Sursee

Ziel
Erhaltung des Wertes und der Funktionsfähigkeit des Nationalstrassenabschnitts.
Umsetzen der erforderlichen Ausbauten zur Gewährleistung der gesetzlichen Vorgaben bezüglich des Lärmschutzes und der Strassenentwässerung.
Wiederherstellung Vernetzungssituation Wildtierkorridor durch neue Wildtierunter- und -überführung

Bauarbeiten Reiden–Sursee
Einbau eines lärmarmen Deckbelags
Behebung der Setzungsdifferenzen beim Uffikermoos
Lärmschutzmassnahmen
Instandsetzungsarbeiten bei einzelnen Kunstbauten
Teilersatz Fahrzeugrückhaltesysteme und Zäune

Bauarbeiten Anschluss Dagmersellen
Neubau Kreisel mit optimierter Geometrie und Betonfahrbahn
Bau von zwei Bypässen
Instandsetzung der Ein- und Ausfahrten
Instandstellung Brücken
Erneuerung der Entwässerung, der Leitschranken und Zäune
Anpassung Führung des Langsamverkehrs

Gleichzeitig mit den Anschlussknoten wird der Nachbarknoten Gäuerhof instandgesetzt und es werden zwei neue Bushaltestellen gebaut.

Umweltmassnahmen
Wildtierüberführung Langnau bei Reiden
Wildtierunterführung Knutwil

Srassenabwasserbehandlungsanlagen (SABA) und Ölrückhaltebecken (ÖRB)
Im Rahmen des Erhaltungsprojektes (EP) Reiden–Sursee wurde auch das Entwässerungskonzept der Nationalstrasse A2 untersucht. Es wurde festgestellt, dass die vorhandenen Ölrückhaltebecken (ÖRB) nicht mehr den heutigen Anforderungen und Normen genügen. Gemäss diesen Abklärungen werden die fünf ÖRB im betrachteten Perimeter durch geeignete Strassenabwasserbehandlungsanlagen (SABA) ersetzt.

SABA Moos und ÖRB Moos/ÖRB Bruggmatt
In den Teileinzugsgebieten Bruggmatt und Moos werden die beiden ÖRB durch eine einzige SABA ersetzt und das ÖRB Bruggmatt in ein Fangbecken (FB) umgewandelt.Das Strassenabwasser wird mittels dreier Pumpen mit einer Leistung von je 20 Litern pro Sekunde vom Absetzbecken ins bepflanzte Sandfilterbecken gefördert. Das bepflanzte Sandfilterbecken hat eine Grundfläche von 940 m2 und ein Retentionsvolumen von 800 m3. Die Rückgabe des gereinigten Strassenabwassers erfolgt an den bisherigen Einleitstellen. Die Hauptelemente der projektierten SABA sind das bestehende Absetzbecken des umgenutzten ÖRB Bruggmatt mit dem neuen gedrosselten Ablauf, das neue Absetzbecken mit Pumpwerk der SABA Moos, sowie deren bepflanztes Sandfilterbecken. Die Einbindung der Anlage in die Landschaft erfolgt so, dass für eine zukünftige Ausdolung und Unterquerung der A2 für den Moosbach ein 20 Meter breiter Korridor freigehalten wird.
Kosten: rund 3.9 Millionen Franken (inkl. Landerwerb)

SABA Eriswilergraben und ÖRB Eriswilergraben
Das Ziel des Projektes ist die Rückgabe des Strassenabwassers in den natürlichen Wasserkreislauf. Strassenabwasser von Autobahnen ist meist stark belastet und muss davor gereinigt werden. Die SABA Eriswilergraben ersetzt das heutige ÖRB an diesem Standort. Die Erstellung der SABA erfolgt koordiniert mit dem Bau der Wildtierunterführung an dieser Stelle. Sie besteht im Wesentlichen aus einem Absetzbecken, einem bepflanzten Sandfilterbecken, den nötigen Zu-, Verteil-, Sammel- und Ableitungen samt Schächten, einer Interventionsmöglichkeit im Störfall und einem Zufahrts- und Unterhaltsweg. Der bepflanzte Sandfilter braucht etwas Pflege in der Aufwuchsphase, bevor er nach einem Jahr in Betrieb genommen werden kann. Anschliessend kann er weitgehend sich selbst überlassen werden, wobei das abgestorbene Pflanzenmaterial liegen bleibt und einen sogenannten "Filterkuchen" bildet, der die Reinigungswirkung des Sandfilters unterstützt. Heute geht man von einer Lebensdauer des Sandfilters inkl. der Bepflanzung von 30 Jahren aus.
Kosten: 2.28 Millionen Franken

SABA Hammermatten und ÖRB Hammermatten

ÖRB Münchrüti

Bautermine
Anschluss Dagmersellen: 2019/2020
Uffikon–Sursee, Wildtierunterführung Knutwil und SABA Eriswilergraben: 2019/2020
Reiden–Uffikon: 2022
Wildtierkorridor Langnau Reiden: 2021/2022
SABA Hammermatten: 2022
SABA Moos: 2022

Kosten
Rund 131 Millionen Franken
 

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