A2 Amsteg–Göschenen

Ort
A2 Amsteg–Göschenen 

Bauzeit
2020/2021:    Naturgefahren Schutzbauten
2022/2023:    Instandsetzungsarbeiten auf dem Trassee

Die Arbeiten im Jahr 2022 werden witterungsbedingt jeweils zwischen Ende Februar und Ende Oktober ausgeführt. Von Anfang Juli bis Mitte August während den Sommerferien werden die Arbeiten unterbrochen. Ebenso an den Wochenenden von jeweils Donnerstagnacht bis Sonntagabend. 

Ab Mittwoch vor und während den Feiertagen Ostern, Auffahrt, Pfingsten, Fronleichnahm und Maria Himmelfahrt werden die Arbeiten jeweils eingestellt und die Fahrbahnen für den Verkehr freigegeben. 

Kurzbeschrieb
Der Nationalstrassenabschnitt A2 zwischen Amsteg und Göschenen auf der Gotthard Nordrampe wurde zwischen 1963 und 1980 erstellt. Die Inbetriebnahme erfolgte gestaffelt zwischen 1971 und 1980. Eine erste umfassende Instandstellung der gesamten Bausubstanz wurde zwischen 1990 und 2001 vorgenommen. Eine weitere Instandsetzung erfolgt von 2022 bis 2023.

Vor Beginn der Bauarbeiten auf der Autobahn wurden auf dem ganzen Abschnitt seit Dezember 2019 Schutzmassnahmen ausgeführt. Diese beinhalteten die Erweiterungen und Ergänzungen der Schutzdämme und Steinschlagverbauungen sowie die Instandsetzung von bestehenden Schutzbauten zwischen Amsteg und Göschenen. Der Schwerpunkt der neuen Schutzbauten lag in den Gebieten Stotzigwald, Meitschligen, Ägerstein, Dürrwald, Felliboden und Wiler bei Gurtnellen. Diese Arbeiten zogen keine Verkehrsbehinderungen nach sich.

Bauarbeiten 2022 bis 2023
Von den Instandsetzungsmassnahmen 2022 betroffen ist die Fahrbahn in Richtung Süden. Es werden folgende Arbeiten ausgeführt:

Trassee
Die Massnahmen auf dem rund 13,9 km langen Trassee umfassen den Ersatz der oberen zwei Belagsschichten (Deckbelag und Binderschicht) sowie den Ersatz und die normgerechte Ausgestaltung der Fahrzeugrückhaltesysteme. Zudem werden lokale Instandsetzungen an den Fahrbahnabschlüssen, den Entwässerungseinrichtungen sowie der Betriebssicherheitsanlage ausgeführt.

Brücken und Durchlässe
Der betroffene Autobahnabschnitt beinhaltet rund 18 Brücken und Viadukte, an welchen Massnahmen erforderlich sind. Die Sicherstellung der Trag- und Gebrauchstauglichkeit bedingt die objektweise Instandsetzung der Brückenlager sowie der Fahrbahnübergänge. Bei einzelnen Brücken sind zudem Verstärkungsmassnahmen für den Fall von Erdbeben erforderlich.

Galerien
Die Tragstruktur der Galerien wird in den Portalbereichen verstärkt. Zudem sind lokale Instandsetzungsmassnahmen an den bergseitigen Verankerungen erforderlich. Im Bereich der neuen Lärmschutzwand Wassen wird in den angrenzenden Galerien Ripplistal und Pfaffensprung die Beleuchtung angepasst.

Tunnel
Bei den Tunneln Platti, Teiftal, Langlaui und Naxberg werden zwischen den beiden Tunnelröhren neue Querstollen als Fluchtwege erstellt. Im Weiteren werden die Verankerungen der Tunnelinnengewölbeschalen ersetzt und das Gewölbe wird lokal saniert. In sämtlichen Tunneln wird zudem die heutige Oberflächenbeschichtung erneuert.

Stützmauern
Die Stützmauern werden verstärkt und lokal instand gesetzt. Die Verstärkungsmassnahmen beinhalten die zusätzliche Erstellung permanenter Verankerungen.
 

Kosten
Die Gesamtkosten für das Erhaltungsprojekt Amsteg–Göschenen belaufen sich auf rund 100 Millionen Franken. Der Anteil Naturgefahren beträgt rund 17 Millionen Franken.

 
 

Filmbeitrag Tele1

Transportflüge zur Einrichtung von Schutzmassnahmen gegen Naturgefahren

Die Einrichtung der verschiedenen Baustellen sowie die Sicherstellung der Baulogistik erfordern ab Mitte Februar 2021 bis voraussichtlich Ende August 2021 Helikopter-Transportflüge entlang des gesamten Abschnittes. Die Flüge finden an ausgewählten Tagen zwischen 8 Uhr und 12 Uhr sowie zwischen 13 Uhr und 17 Uhr statt.

https://www.astra.admin.ch/content/astra/it/home/temi/strade-nazionali/cantieri/svizzera-centrale-nord/a2-amsteg-goeschenen.html