Einblick
Rückblick auf die Bauarbeiten 2026
Im kommenden Jahr wird die SABA Fänn fertiggestellt. Konkret werden die bisherigen Ölrückhaltebecken Fänn Nord und Süd zu Pumpwerken umgebaut. Diese pumpen das Strassenabwasser künftig in die SABA, wo es gereinigt wird. Beim Abschnitt 3, im Bereich des Anschluss Küssnacht, stehen 2027 weitere Instandsetzungsarbeiten an. Dort werden eine neue Strassenentwässerungsleitungen und eine Rohranlage für die Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen (BSA) erstellt. Weiter werden der Strassenbelag und die Leitschranken erneuert sowie Brücken, Unterführungen und Stützmauern instandgesetzt.
2027: Fertigstellung SABA Fänn und Instandsetzung Abschnitt 3
Eine besondere Herausforderung bestand darin, die Arbeiten in der Verzweigung Rütihof und beim Anschluss Rotkreuz bei möglichst geringen Verkehrsbeeinträchtigungen auszuführen. Deshalb wurden an verschiedenen Wochenenden einzelne Rampen gesperrt und entsprechende Umleitungen eingerichtet. So konnten die Arbeiten effizient und in guter Qualität ausgeführt werden.
Neben den Arbeiten an der Strassenentwässerung wurde auch an der Verkehrsinfrastruktur des Abschnitts 1 gearbeitet. So wurden verschiedene Ein- und Ausfahrten auf den Hauptachsen aus Kapazitäts- und Sicherheitsüberlegungen verlängert. Zudem wurde während fünf Wochenenden der Belag auf sämtlichen Rampen in der Verzweigung Rütihof sowie bei den Ein- und Ausfahrten des Anschlusses Rotkreuz erneuert. Diese Arbeiten waren besonders anspruchsvoll, da das Baupersonal bei der Verzweigung auf Rampen in verschiedenen Höhen arbeiten musste.
Strassenarbeiten bei laufendem Verkehr
Ein Schwerpunkt der diesjährigen Arbeiten lag auf der Strassenentwässerung. Im Bereich vom Pannenstreifen entlang der Fahrbahn Zürich wurde über eine Länge von rund 1'200 Metern eine neue Entwässerungsleitung erstellt. Diese besteht aus Betonrohren mit einem Durchmesser von rund 80 Zentimetern. Das bestehende Entwässerungssystem wurde mit einem sogenannten grabenlosen Verfahren instandgesetzt. So konnten die Leitungen erneuert werden, ohne diese auf der gesamten Länge freizulegen.
Weiter hat das Bundesamt für Strassen ASTRA 2026 mit dem Bau der Strassenabwasserbehandlungsanlage (SABA) Fänn begonnen. Die SABA reinigt künftig das verschmutzte Strassenabwasser, das bei Regen von den Strassenoberflächen abfliesst. Dabei filtert die Anlage Schadstoffe wie Mikroplastik, Reifenabrieb, Öl, Schwermetalle und Feinstaub aus dem Wasser. Das gereinigte Wasser fliesst anschliessend über den Laubach in den Zugersee.
Neue Entwässerung und Bau der SABA Fänn
Mitte September konnten die diesjährigen Instandsetzungsarbeiten auf dem Abschnitt 1 der A4 Rütihof-Küssnacht erfolgreich abgeschlossen werden. Dank Optimierungen in der Bauplanung, guter Witterungsbedingungen und einer hohen Flexibilität konnten die Arbeiten schneller als geplant erledigt werden.
Belagseinbau Sommer 2026
In der Verzweigung Rütihof finden verschiedene Arbeiten statt oder sind bereits abgeschlossen. Bei der Verbindungsrampe Luzern-Altdorf ist der neue Belag schon in der Rampe eingebaut. Auf der Fahrbahn Richtung Altdorf inklusive der Auffahrt Rotkreuz ist die Belagserneuerung noch im Gang. Bei diesen Arbeiten werden die Deck- und Binderschicht ersetzt.
Die Deckschicht bildet die oberste Belagsschicht, auf dem die Fahrzeuge verkehren. Neben einer sicheren Unterlage sorgen die Hohlräume im Belag dafür, dass ein Teil des Reifenlärms absorbiert wird. In der Regel hält die Deckschicht 15 bis 20 Jahre. Darunter liegen die Binderschicht sowie die Trag- und Fundationsschicht, die eine noch längere Lebensdauer haben.
Vor dem Einbau der neuen Belagsschichten setzt das Baupersonal Belagsfräsen ein, um die alten Schichten abzufräsen. Danach wird die Tragschicht mit einer sogenannten SAMI-Schicht bespritzt. Diese überbrückt Risse im Untergrund und reduziert das Risiko, dass sich diese auf die darüberliegenden Belagsschichten auswirken. Anschliessend wird zuerst die Binder- und dann die Deckschicht eingebaut. Beim Einbau verteilen Strassenfertiger das Material, ehe Walzen den Belag verdichten. Ist die Deckschicht eingebaut, folgt zum Schluss die Applikation der weissen Fahrbahnmarkierung.
Für die Belagsarbeiten sind Sperrungen notwendig. Um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmenden möglichst gering zu halten, finden diese aufgrund der komplexen Situation in der Verzweigung Rütihof am Wochenende statt. Die Bauarbeiten beginnen jeweils am Freitagabend, sodass die Strasse am Montagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Wochenendarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte August 2026.
Treppenrückbau an der Überführung Hellmühle
Die Überführung Hellmühle verbindet die Gemeinden Meierskappel und Risch. Sie führt als Teil der Stockeristrasse über die Autobahn und die SBB-Strecke Rotkreuz-Immensee. Früher befand sich dort der Bahnhof «Meierskappel-Risch». Über die beiden Treppen gelangten die Passantinnen und Passanten zu den Gleisen. Da der Bahnhof seit 1999 nicht mehr in Betrieb ist und dort seither keine Züge mehr halten, werden die beiden Treppen nicht mehr benötigt. Im Zuge der Instandsetzungsarbeiten am Autobahnabschnitt A4 entfernt das ASTRA die Treppen im Auftrag der SBB.
Mitte September 2025 wurde die erste Treppe abgebrochen. Zuerst wurde die Treppe mit Spriessen gestützt, um sie für die Abbrucharbeiten zu sichern. Anschliessend schnitt das Baupersonal die Treppe mit einer Seilsäge in zwei Teile, die zehn bzw. zwölf Tonnen wogen. Ein Kran hob die schweren Elemente weg und platzierte sie für den Abtransport auf einer Abrollmulde. Das Treppenmaterial wird nun getrennt und nach Möglichkeit weiterverwendet.
Eine Herausforderung lag bei diesem Treppenabbruch in der Planung, da die Arbeiten unter laufendem Bahnbetrieb und rollendem Autoverkehr stattfanden. Dies erforderte spezielle Sicherheitsmassnahmen, insbesondere die Sicherheitsabstände zu den Gleisen und zur Autobahn.
Die zweite Herausforderung waren die sehr engen Platzverhältnisse. Insbesondere das Schneiden der Treppe sowie das Anheben der Elemente waren anspruchsvolle Arbeiten. Es wurde darauf geachtet, ruckartige Bewegungen zu vermeiden, damit sich die Treppenelemente stets kontrolliert bewegten.
Mitte Oktober wurde die zweite Treppe entfernt. Auch bei diesem Rückbau bestand die Herausforderung in den knappen Platzverhältnissen. Diesmal befand sich der Arbeitsbereich zwischen den Bahngleisen und einem Wohnhaus. Da im Vergleich zur ersten Treppe ein kleinerer Kran zum Einsatz kam, wurde die Treppe in vier Teilstücke geschnitten. Anschliessend wurden diese einzeln weggehoben und abtransportiert.
Der Abbruch beider Treppen verlief erfolgreich.
Ufficio federale delle strade USTRA
Brühlstrasse 3
4800 Zofingen










