Evaluationen, Faktenblätter, Forschungsberichte
Evaluationen
Um die Kosten der Fahrausbildung für Neulenkende zu reduzieren, wurde der zweitägige und 16-stündige WAB-Kurs per 1. Januar 2020 auf einen Tag à sieben Stunden verkürzt und inhaltlich überarbeitet. Mögliche Auswirkungen auf die Unfallzahlen wurden untersucht und im folgenden Bericht dokumentiert.
Seit dem 1. Januar 2021 müssen Personen, die den Lernfahrausweis für Personenwagen vor ihrem 20. Geburtstag erwerben, eine begleitete Lernphase von zwölf Monaten durchlaufen, bevor sie die praktische Führerprüfung ablegen dürfen. Damit der Führerausweis trotzdem mit 18 Jahren erworben werden kann, hat der Bundesrat das Alter für den Erwerb des Lernfahrausweises auf 17 Jahre gesenkt. Mit Beschluss der Neuregelung hat der Bundesrat das UVEK mit der Evaluation der neuen Bestimmungen zur Lernphase beauftragt. Die folgenden Berichte dokumentieren die Ergebnisse dieser Evaluation.
Seit dem 1. Januar 2021 dürfen Motorräder der «125er-Klasse» (Unterkategorie A1) bereits ab 16 Jahren geführt werden (vorher ab 18 Jahren). Gleichzeitig wurde das Mindestalter zum Führen von Kleinmotorrädern auf 15 Jahre gesenkt (vorher 16 Jahre). Die Evaluation der Auswirkungen dieser Neuregelung zeigt, dass seither deutlich mehr 16- und 17-Jährige mit einem Motorrad schwer verunfallt sind.
Seit dem 1. Januar 2021 dürfen Kinder bis 12 Jahre mit dem Velo Fusswege und Trottoirs benützen, wenn weder ein Veloweg noch ein Velostreifen vorhanden sind. Ende 2020 wurde die Interpellation Schlatter (20.4556) «Neuregelung für Velos auf dem Trottoir. Monitoring unerwünschter Effekte» eingereicht. Das Ziel der «Evaluation der Neuregelung für velofahrende Kinder auf dem Trottoir» ist es, die Wirkung der Neuregelung auf die Verkehrssicherheit von velofahrenden Kindern im Allgemeinen zu evaluieren und im Speziellen die Fragen aus der Ip. Schlatter zu beantworten. Der folgende Bericht dokumentiert die Ergebnisse dieser Evaluation.
In dieser Analyse wurden Strassenverkehrsunfälle mit Beteiligung des Langsamverkehrs für die Jahre 2013 bis 2022 nach verschiedenen Merkmalen der Verunfallten bzw. der Unfälle (Alter, Geschlecht, Helmtrageverhalten, Unfallstelle etc.) ausgewertet.
Mit dem Postulat 16.3267 «Evaluation von Via sicura» wurde der Bundesrat beauftragt, die Via-sicura-Vorlage einer Gesamtevaluation bezüglich Wirksamkeit zu unterziehen und den Räten je nach Ergebnis Gesetzesänderungen zu unterbreiten. Der vorliegende Bericht erfüllt diesen Auftrag. Der Bericht beschreibt zunächst die Ausgangslage, d. h. die Entwicklung der Strassenverkehrssicherheit und deren Einflussfaktoren, die Entstehung und die Ziele von Via sicura sowie die aktuellen parlamentarischen Vorstösse und Initiativen zu Via sicura. Danach werden die Ergebnisse der Evaluation von Via sicura beschrieben und diskutiert. Zum Schluss werden Verbesserungen des Massnahmenpakets Via sicura zur Diskussion gestellt.
Bei dieser Analyse wurden Verkehrsunfälle mit Beteiligung von mindestens einer velofahrenden Person für die Jahre 2005 bis 2014 anhand unterschiedlicher Gesichtspunkte (Tageszeit, Wochentag, Unfallstelle, Alkoholeinwirkung etc.) ausgewertet.
Faktenblätter
Das vorliegende Faktenblatt zeigt auf, wie sich die Unfallzahlen im Gotthard-Strassentunnel seit 2001 entwickelt haben. Die Zahlen beruhen auf Angaben der Kantonspolizei der Kantone Uri und Tessin, welche im Informationssystem Strassenverkehrsunfälle ISU des ASTRA erfasst sind. Die Analyse wurde auf der Grundlage dieses Systems und mittels der geografischen Analysewerkzeuge des ASTRA realisiert.
Dieses Faktenblatt vergleicht das Strassenverkehrsunfallgeschehen der zehn grössten Städte der Schweiz zwischen 2004 und 2013. Ausgewertet wurde die Anzahl Unfälle mit Personenschaden und die Anzahl der dabei verunfallten Personen auf dem öffentlichen Strassennetz im Gemeindegebiet dieser Städte. Nicht betrachtet wurden Unfälle auf Autobahnen.
In diesem Faktenblatt wird die Entwicklung der Personenwagen-Verkehrssicherheit zwischen 1970 und 2012 dargestellt. Trotz Zunahme der Fahrleistung der Personenwagen um 85 Prozent, hat die Zahl der Verkehrstoten bei Unfällen mit Personenwagen in diesem Zeitraum markant abgenommen: von 11 auf 1 pro 100 000 Einwohnerinnen und Einwohner. Massnahmen bei Verkehrsregeln, an Infrastruktur sowie Fahrzeugen zeigen Wirkung.
Forschungsberichte
In der Schweiz werden heute sehr unterschiedliche Methoden zur statistischen Analyse von Unfallzahlen angewandt. Diese weisen zum Teil Unzulänglichkeiten auf und sind aufgrund der hohen Komplexität ohne vertiefte statistische Vorkenntnisse für die Gruppe potenzieller Anwender nur bedingt hilfreich. Eine geeignete Hilfestellung für die statistische Analyse von Unfallzahlen ist zurzeit nicht vorhanden. Im Rahmen dieser Forschungsarbeit werden mit der Entwicklung standardisierter, praxistauglicher Methoden zur Beurteilung der zeitlichen Entwicklung von Unfallzahlen und zur Wirkungskontrolle von Massnahmen die entsprechenden Grundlagen geschaffen, um diese Lücke zu schliessen.
Seit Januar 2011 ist es möglich, die Daten des Strassenverkehrsunfall-Registers (VU) mit anderen Registern des Bundesamtes für Strassen ASTRA sowie weiteren Datenquellen zu verknüpfen. Dieser neu geschaffene Datenpool (VeSPA-Datensatz) ermöglicht detaillierte Auswertungen verschiedener Faktoren auf das Unfallgeschehen. Das diesbezügliche Forschungspaket "Verkehrssicherheitsgewinne durch Datapooling und strukturierte Datenanalysen" (VeSPA) besteht aus insgesamt fünf inhaltlichen Teilprojekten. Diese behandeln über zwei Phasen die Bereiche Mensch/Gesellschaft, Situation/Infrastruktur, Fahrzeug, Wetter und medizinische Folgen.
Einflüsse von Fahrzeugeigenschaften auf das Strassenunfallgeschehen
PDF5.72 MB11. August 2014
Synthesebericht Phase 1
PDF5.32 MB12. August 2014
Einflüsse von Mensch und Gesellschaft auf das Strassenunfallgeschehen
PDF8.70 MB12. August 2014
Einflüsse von Situation und Infrastruktur auf das Strassenunfallgeschehen
PDF9.46 MB12. August 2014
Einflüsse des Wetters auf das Strassenunfallgeschehen
PDF5.48 MB12. August 2014
Medizinische Folgen des Strassenunfallgeschehens
PDF2.87 MB12. August 2014
Weitere Forschungsberichte
Weitere Forschungsberichte finden sich unter: Mobilityplatform