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Einblick

Belagseinbau Sommer 2026

In der Verzweigung Rütihof finden verschiedene Arbeiten statt oder sind bereits abgeschlossen. Bei der Verbindungsrampe Luzern-Altdorf ist der neue Belag schon in der Rampe eingebaut. Auf der Fahrbahn Richtung Altdorf inklusive der Auffahrt Rotkreuz ist die Belagserneuerung noch im Gang. Bei diesen Arbeiten werden die Deck- und Binderschicht ersetzt.
Die Deckschicht bildet die oberste Belagsschicht, auf dem die Fahrzeuge verkehren. Neben einer sicheren Unterlage sorgen die Hohlräume im Belag dafür, dass ein Teil des Reifenlärms absorbiert wird. In der Regel hält die Deckschicht 15 bis 20 Jahre. Darunter liegen die Binderschicht sowie die Trag- und Fundationsschicht, die eine noch längere Lebensdauer haben.

Vor dem Einbau der neuen Belagsschichten setzt das Baupersonal Belagsfräsen ein, um die alten Schichten abzufräsen. Danach wird die Tragschicht mit einer sogenannten SAMI-Schicht bespritzt. Diese überbrückt Risse im Untergrund und reduziert das Risiko, dass sich diese auf die darüberliegenden Belagsschichten auswirken. Anschliessend wird zuerst die Binder- und dann die Deckschicht eingebaut. Beim Einbau verteilen Strassenfertiger das Material, ehe Walzen den Belag verdichten. Ist die Deckschicht eingebaut, folgt zum Schluss die Applikation der weissen Fahrbahnmarkierung.

Für die Belagsarbeiten sind Sperrungen notwendig. Um die Einschränkungen für die Verkehrsteilnehmenden möglichst gering zu halten, finden diese aufgrund der komplexen Situation in der Verzweigung Rütihof am Wochenende statt. Die Bauarbeiten beginnen jeweils am Freitagabend, sodass die Strasse am Montagmorgen wieder für den Verkehr freigegeben werden kann. Die Wochenendarbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte August 2026.

Treppenrückbau an der Überführung Hellmühle Herbst 2025

Die Überführung Hellmühle verbindet die Gemeinden Meierskappel und Risch. Sie führt als Teil der Stockeristrasse über die Autobahn und die SBB-Strecke Rotkreuz-Immensee. Früher befand sich dort der Bahnhof «Meierskappel-Risch». Über die beiden Treppen gelangten die Passantinnen und Passanten zu den Gleisen. Da der Bahnhof seit 1999 nicht mehr in Betrieb ist und dort seither keine Züge mehr halten, werden die beiden Treppen nicht mehr benötigt. Im Zuge der Instandsetzungsarbeiten am Autobahnabschnitt A4 entfernt das ASTRA die Treppen im Auftrag der SBB.

Mitte September 2025 wurde die erste Treppe abgebrochen. Zuerst wurde die Treppe mit Spriessen gestützt, um sie für die Abbrucharbeiten zu sichern. Anschliessend schnitt das Baupersonal die Treppe mit einer Seilsäge in zwei Teile, die zehn bzw. zwölf Tonnen wogen. Ein Kran hob die schweren Elemente weg und platzierte sie für den Abtransport auf einer Abrollmulde. Das Treppenmaterial wird nun getrennt und nach Möglichkeit weiterverwendet.

Eine Herausforderung lag bei diesem Treppenabbruch in der Planung, da die Arbeiten unter laufendem Bahnbetrieb und rollendem Autoverkehr stattfanden. Dies erforderte spezielle Sicherheitsmassnahmen, insbesondere die Sicherheitsabstände zu den Gleisen und zur Autobahn.

Die zweite Herausforderung waren die sehr engen Platzverhältnisse. Insbesondere das Schneiden der Treppe sowie das Anheben der Elemente waren anspruchsvolle Arbeiten. Es wurde darauf geachtet, ruckartige Bewegungen zu vermeiden, damit sich die Treppenelemente stets kontrolliert bewegten.

Mitte Oktober wurde die zweite Treppe entfernt. Auch bei diesem Rückbau bestand die Herausforderung in den knappen Platzverhältnissen. Diesmal befand sich der Arbeitsbereich zwischen den Bahngleisen und einem Wohnhaus. Da im Vergleich zur ersten Treppe ein kleinerer Kran zum Einsatz kam, wurde die Treppe in vier Teilstücke geschnitten. Anschliessend wurden diese einzeln weggehoben und abtransportiert.

Der Abbruch beider Treppen verlief erfolgreich.

Bundesamt für Strassen ASTRA

Filiale Zofingen
Brühlstrasse 3
4800 Zofingen