Projektübersicht
Die Gesamtsanierung der Osttangente umfasst zahlreiche bauliche und technische Massnahmen. Erfahren Sie mehr über die Hintergründe des Projekts, die Sanierungsziele und die einzelnen Projektelemente.
Die A2 Nord-Süd-Hauptverkehrsachse hat für die Schweiz und den internationalen Personen- und Warenverkehr eine grosse Bedeutung. Das nördlichste Teilstück der A2, die Osttangente Basel, zählt zu den am stärksten befahrenen Autobahnabschnitten der Schweiz. Geprägt wird die Osttangente durch viele Kunstbauten, insbesondere die neun Brücken, aber auch mehrere Unterführungen, die aufgeständerte Schwarzwaldallee oder den Tunnel Schwarzwald.
Im Laufe der Jahre stieg das Verkehrsaufkommen auf der Osttangente kontinuierlich an. Heute fahren täglich bis zu 125'000 Fahrzeuge über diesen rund 6 Kilometer langen Abschnitt. Zur Zeit des Baus wurden viele Bauwerke auf ein maximales Fahrzeuggewicht von 28 Tonnen ausgelegt. Mittlerweile liegt das maximale Gesamtgewicht von Lastwagen bei 40 Tonnen.
Nach über 40 Jahren Betrieb weisen sowohl die Fahrbahnen wie auch die Bauwerke entlang der Osttangente wegen der schwereren Fahrzeuge und der wesentlich höheren Fahrzeugvolumen deutliche Verschleissspuren auf. Tiefe Spurrillen, Schlaglöcher, Korrosionsschäden, abgeplatzte Betonteile und einige weitere Mängel machen eine Sanierung der Osttangente unumgänglich, um die Verfügbarkeit und die Sicherheit auf dem Streckenabschnitt weiterhin gewährleisten zu können.
Die Gesamtsanierung der Osttangente soll den Betrieb des Autobahnabschnitts für die nächsten 20-25 Jahre sichern. Die Belagserneuerung auf der gesamten Osttangente garantiert die Gebrauchstauglichkeit der Autobahn für die Verkehrsteilnehmenden. Mit der Gesamtsanierung werden auch die Betriebs- und Sicherheitsanlagen entlang des Autobahnabschnitts auf den aktuellen Stand gebracht, dies erhöht die Verkehrssicherheit. Die moderneren Systeme sorgen zusätzlich für einen besseren Verkehrsfluss.
Die Osttangente ist ein enorm wichtiger und stark frequentierter Autobahnabschnitt, der auch während der Sanierung befahrbar bleiben muss. Aus diesem Grund erfolgt die Gesamtsanierung in mehreren Projektetappen mit einzelnen Projektelementen, sogenannten Einzelmassnahmen. Die Sanierung beziehungsweise die Bauarbeiten betreffen somit jeweils nicht die gesamte Osttangente, sondern nur einen Teilabschnitt. Dies ermöglicht die Sanierung der einzelnen Projektelemente unter laufendem Verkehr. Ziel ist eine möglichst rasche Umsetzung der Einzelmassnahmen, damit die Auswirkungen auf den Verkehr und die Bevölkerung in den angrenzenden Siedlungsgebieten möglichst tief gehalten werden können.
Verstärkungsmassnahmen an den Brückenplatten sowie den Stützkonstruktionen machen die zahlreichen Bauwerke tauglich für die gestiegenen Anforderungen und Belastungen, namentlich das höhere Fahrzeugvolumen und insbesondere die im Vergleich zu früher schwereren Lastwagen. Zugleich wird die Erdbebensicherheit der Bauten verbessert.
Die Instandstellung des Autobahnabschnitts bietet nicht zuletzt die Gelegenheit, den Lärmschutz entlang der Osttangente zu erneuern und zu erweitern. Die Erneuerung der Fahrbahnen erfolgt, wenn möglich, mit lärmarmen Belägen. Lärmschutzwände werden erneuert und in gewissen Abschnitten verlängert, oder teilweise mit noch wirksameren, schallabsorbierenden Lärmschutzkassetten ersetzt. Zur Minderung der Lärmbelastung für die Bevölkerung werden die Arbeiten zudem zum grössten Teil tagsüber stattfinden.
1 Betriebs- und Sicherheitsausrüstung
2 Tunnel Schwarzwald
3 Brücke Bäumlihof
4 Brücke Schwarzwald
5 Brücken in der Breite
6 Brücke Gellertstrasse
7 Brücke St.Jakobs-Strasse
8 Brücke St.Alban-Ring
9 Unterführung Lagerhaus
10 Brücke Birs/Rampen
I Unterführung Zollanlage Weil am Rhein
II Grenzbrücke D/CH
III Mittelstreifenüberfahrten Tunnel Schwarzwald Nord/Süd
IV Brücke aufgeständerte Schwarzwaldallee
V Brücke Lehenmatt
VI Belagserneuerung Gellert
VII Brücke Singer
