Hauptarbeiten 2020

Was wird gemacht?

Im ersten Halbjahr 2020 wird die letzte der zwölf Bauphasen in Angriff genommen. Die Arbeiten konzentrieren sich auf den Bereich der Verzweigung Brüttisellen; betroffen sind die Abfahrten von der A1 sowie Abschnitte der A53, die seit Januar 2020 zum Nationalstrassennetz gehört und in A15 umgetauft wird.

Dabei werden unter anderem ein lärmarmer Belag eingebaut, die Leitplanken den heutigen Normen entsprechend angepasst, Entwässerungs- und Sickerleitungen erneuert und die restlichen Signalportale neu gebaut.

Fokus auf die Betriebs- und Sicherheitsausrüstung

Parallel dazu werden die Hauptarbeiten an der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA) vorangetrieben. Dazu gehören unter anderem die Signalisation, Überwachungsanlagen und Sensoren sowie die Beleuchtung. Bis Ende Jahr werden die Installationen voraussichtlich beendet sein und die BSA in Betrieb genommen werden. Da diese Anlagenteile anspruchsvoll sind, kann es sein, dass sich die Tests samt der Mängelbeseitigung (Probebetrieb) bis ins Jahr 2021 erstrecken werden.

 
 
Die Schaltschränke samt Verkabelung von Anlagelieferant Siemens beim sogenannten Werkfunktionstest (FAT).

Signalisation

Entlang des Projektperimeters wurden 42 neue Signalportale erstellt. Diese werden ab dem Frühjahr 2020 nach und nach mit Signalen bestückt. Nach den statischen, hochreflektierenden Signaltafeln sind die dynamischen Anzeigen an der Reihe. Prismenwechsler können drei verschiedene Bilder anzeigen und werden vor allem für Höchstgeschwindigkeitsanzeigen benutzt. LED-Signale hingegen machen auf Gefahren (Schleudergefahr, Stau, Baustelle etc.) aufmerksam. Des Weiteren werden zwei Wechseltextanzeigen installiert, die von der nationalen Verkehrsmanagementzentrale Emmen aus gesteuert werden und beispielsweise auf grossräumige Umfahrungen, Grossanlässe o.ä. aufmerksam machen. Ab Frühling 2020 werden zudem die Signale seitlich der Fahrbahn angebracht.

Eine wichtige Funktion der Signale ist die Geschwindigkeits-Harmonisierung und Gefahren-Warnung (GHGW). Auf der gesamten Strecke erfassen Sensoren das Verkehrsaufkommen. Aufgrund von Verkehrsfluss und -dichte wird entschieden, ob die Höchstgeschwindigkeit reduziert werden muss, um den Durchfluss zu verbessern, und ob zusätzlich eine Stauwarnung angezeigt werden soll. Diese Massnahmen werden vor allem in der Morgen- und Abendspitze zum Einsatz kommen.

Verkehrsüberwachung

Kameras überwachen die Verkehrssituation und senden die Daten an die Verkehrsmanagement-Zentrale in Emmen sowie an die Kantonspolizei zur Beurteilung.

Sensoren

Der Streckenabschnitt verfügt über ein Glatteis-Frühwarnsystem. Sensoren in der Fahrbahn sowie Wetterstationen in der Nähe liefern Daten an die Gebietseinheit, die für das Räumen und Salzen der Autobahn zuständig ist.
Zu statistischen Zwecken wird der Verkehr zudem von Sensoren in den Signalportalen erfasst. Diese Sensoren können zehn verschiedene Fahrzeugtypen unterscheiden.

Beleuchtung

Die Unterführung Hürlistein wird mit einer LED-Durchfahrtsbeleuchtung sowie mit einer optischen Leiteinrichtung, sprich den kleinen Lämpchen am Fahrbahnrand, ausgestattet. Die LED-Durchfahrtsbeleuchtung wird nachts ausgeschaltet, da es sich um eine kurze Unterführung handelt und das Auge dann bereits an die Dunkelheit gewöhnt ist.

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