Projektübersicht

Das Projekt in Kürze

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Projektübersicht Engpassbeseitigung Schaffhausen

Der Abschnitt der Autobahn A4 im Kanton Schaffhausen wurde 1996 in Betrieb genommen. Die Strecke ist eine Schlüsselstelle für den regionalen Verkehr und gehört zu einer wichtigen Nord-Süd-Transitachse. Mit rund 30'000 Fahrzeugen pro Tag kommt die Stadttangente Schaffhausen in den Spitzenstunden an ihre Leistungsgrenze. Mit dem weiteren Verkehrszuwachs wird sie künftig regelmässig überlastet sein, sodass mit noch mehr stockendem Verkehr oder Stau auf der A4 und auf dem städtischen Strassennetz zu rechnen ist. Auch der Busverkehr wird dadurch beeinträchtigt.

Mit dem Projekt «N04/06 Engpassbeseitigung Schaffhausen-Süd – Herblingen» soll der verkehrliche Engpass beseitigt, die Tunnelsicherheit erhöht und die Verkehrssituation in und um Schaffhausen entlastet werden. Die A4 soll deshalb zwischen den Anschlüssen Schaffhausen-Süd und Herblingen auf durchgehend 2x2 Fahrstreifen ausgebaut werden.

Die wesentlichen Projektbestandteile sind der zweite Fäsenstaubtunnel, die Umnutzung der Galerie Schönenberg sowie die Verbreiterung der offenen Strecke bei Herblingen.

Projektstand

Der Bundesrat hat am 8. Dezember 2017 das Generelle Projekt zur Engpassbeseitigung Schaffhausen genehmigt. Mit der Genehmigung erteilte der Bundesrat die politische Zustimmung zu den Eckwerten des Projektes und zur Weiterführung der Projektierungsarbeiten.

Der Start zur Erarbeitung des Ausführungsprojekts erfolgte 2018 mit den Beschaffungen für die Planerleistungen. Am 1. Februar 2019 wurden die Projektierungsarbeiten aufgenommen. Mit dem Ziel, die öffentliche Auflage bis 2023 durchführen zu können, wurde ein Projektteam zusammengestellt. Dieses befasst sich insbesondere mit den Themen Umwelt, Bau, Geologie, Verkehr, Betrieb und Sicherheit sowie gestalterischen Fragen. Grundsätzlich soll die Planung mit weiteren Projektinteressenten (insbesondere mit Stadt und Kanton Schaffhausen sowie im Gleisbereich mit SBB und DB) abgestimmt werden. Durch diese Projektkoordination sollen Einschränkungen im alltäglichen Leben der Anrainer und Streckennutzer soweit wie möglich vermieden werden und keine unerwarteten Behinderungen auftreten.

Nach Abschluss des Ausführungsprojekts und erfolgter Plangenehmigung nimmt das ASTRA voraussichtlich ab 2026 die Planungen für das Detailprojekt auf. Abhängig von Genehmigung und Finanzierung ist mit einem Baubeginn frühestens ab 2030 zu rechnen. Die Bauzeit wird rund acht Jahre in Anspruch nehmen.

Sicherheitsstollen Fäsenstaubtunnel

Im Rahmen des Nachbarprojekts «N04/06+08 Erhöhung Tunnelsicherheit Fäsenstaub und Cholfirst» wurde ein Variantenstudium für die Fluchtwege des Tunnels Fäsenstaub durchgeführt. Für die Bestvariante aus diesem Variantenstudium - Sicherheitsstollen in der vorgesehenen Lage der zweiten Tunnelröhre des Projekts Engpassbeseitigung – wurde bereits ein Ausführungsprojekt erarbeitet. Es ist zu beachten, dass der Sicherheitsstollen nicht zur Ausführung kommt, sofern die Engpassbeseitigung wie geplant realisiert werden kann. Die Erhöhung der Sicherheit wird in diesem Fall uneingeschränkt von der zweiten Röhre des Fäsenstaubtunnels erreicht. Im Ereignisfall dient dieser als Fluchtweg. Zudem reduzieren die beiden richtungsgetrennten Tunnelröhren die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses erheblich.

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