Verwertung des Ausbruchmaterials

Durch den Bau der zweiten Strassenröhre fallen rund 6,5 Millionen Tonnen Ausbruchmaterial an, je zur Hälfte am Nord- und am Südportal.

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Möglichst viel Ausbruchmaterial soll verwertet und die Umweltbelastung damit minimiert werden. Die gut dokumentierte Geologie erlaubt eine ziemlich präzise Prognose der effektiven Wiederverwertbar-keit. Rund 1,6 Millionen Tonnen eigenen sich zur Aufbereitung als Baumaterial. Material, welches sich nicht zur Aufbereitung eignet oder durch den Prozess der Materialaufbereitung ausgeschieden wird, muss gelagert werden. Insgesamt fallen rund 4,9 Millionen Tonnen unbelastetes Material zur Lage-rung an. Dieses Material wird zur Renaturierung der Uferbereiche des Urnersees und für den Bau der “Galleria di Airolo” verwendet.

Leicht belastete Schlämme und leicht verschmutztes Material aus dem Aufbereitungsprozess dürfen für Renaturierungen und Geländemodellierung nicht verwendet werden. Diese Materialien – etwa 350‘000 Tonnen – sind aber ohne weitere Vorbereitung chemisch und biologisch stabil (inert), sodass sie ohne Auswirkungen auf die Umwelt in den Deponien im Kanton Uri und Tessin endgelagert wer-den können.