A1 Suhr/Gränichen

Ort

A1 zwischen Suhr und Gränichen

Bauzeiten

Vorarbeiten                                                   
10. Februar 2020 bis 24. Februar 2020
Hauptarbeiten                                                
24. Februar 2020 bis 24. September 2020
Fertigstellungsarbeiten und Inbetriebnahme      
ab 24. September 2020

Kurzbeschrieb

Der Wildtierkorridor AG6 im Waldgebiet Rohr–Rupperswil gehört zu den Wildtierkorridoren von überregionaler Bedeutung. Aktuell befinden sich Hindernisse im Korridor, nämlich die SBB-Linie Aarau-Brugg, die Nationalstrasse N1R, die Kantonsstrasse Suhr–Hunzenschwil sowie die Autobahn A1. Um eine uneingeschränkte Nutzung des Wildtierkorridors im Bereich der Nationalstrasse zu ermöglichen, wurde zwischen Suhr und Gränichen eine Wildtierüberführung über die A1 gebaut. Die Überführung ist bis auf die Höhe des bestehenden Waldgeländes mit Erde überdeckt und auf der ganzen Breite bepflanzt. Die Bepflanzung variiert wildtierspezifisch über die Breite und besteht aus Kleinstrukturen sowie Strauchpflanzungen. Zusätzlich zu den Hecken werden die Wildtiere vor Emissionen durch Scheinwerferlicht mit einem Blendschutz geschützt. Der bestehende Wildtierschutzzaun wurde durch ein Amphibienschutzgitter ergänzt.

Gesamtlänge                36.00 Meter
Spannweite                   2 x rund 17.20 Meter
Nutzbare Breite           50 Meter
Gesamtfläche                rund 1800 m2

Bauarbeiten

Der Bau der Wildtierüberführung erfolgte tagsüber unter Aufrechterhaltung des 4-spurigen Autobahnverkehrs bei reduzierter Fahrstreifenbreite. Nachts wurde bei Bedarf ein Fahrstreifen je Fahrtrichtung abgebaut.

Bauphase 0
Bezeichnete Waldwege wurden umgelegt, Zufahrtsstrassen im Wald gemäss Rodungsplan ausgebaut, Ausweichbuchten und Installationsplätze wurden erstellt.

Bauphase 1
Die Fahrbahnen wurden gegen mittleren Grünstreifen versetzt. Die Seitenfundamente wurden ausgehoben und die Baugrube wurde gesichert. Die Fundation mit Bohrpfählen wurd erstellt und Pfahlbankette, Seitenwände wurden gebaut.

Bauphase 2
Die Fahrbahnen wurden nach aussen versetzt. Das Mittelfundament wurde mit Bohrpfählen und Pfahlbankette gelegt und die Mittelwand wurde gebaut.

Bauphase 3 und 4
Die Fahrbahnen blieben nach aussen versetzt. Nachts wurde der Verkehr auf je einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung reduziert und im Gegenverkehr geführt. Die Bogenträger wurden über der Fahrbahn konsekutiv in beide Richtungen montiert. Zusätzlich erfolgte die Abdichtung der Holzkonstruktion und der erdberührten Seitenwände.

Bauphase 5
Abschlussarbeiten

Kosten

Die Kosten für den Bau der Wildüberführung Rynetel betragen gesamthaft rund 13,9 Millionen Franken.

 
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