Das Projekt im Detail

Bauarbeiter verlegen Armierungs-Eisen für die Fundamente der neuen Signalportale.
© ASTRA Infrastrukturfiliale Winterthur

Instandsetzung

Der Strassenbelag weist über weite Abschnitte Belagsflicke sowie Risse auf und ist teilweise ausgewaschen und porös. Er wird auf einer Länge von 10,4 Kilometern durch einen lärmarmen Belag ersetzt. Die Lärmreduktion trägt dazu bei, die Lebensqualität im Projektperimeter zu erhöhen, der Fahrkomfort steigt.

Für den grössten Teil der Strassenfläche (Hauptfahrbahnen) ist je nach Zustand und Alter die Verwendung von Oberbau-Typ A beziehungsweise B (siehe Grafik unten) geplant. Muss der Belag verstärkt werden, kommt mindestens der Oberbau-Typ C1 zum Einsatz. Dies ist bei der Instandsetzung der Randbereiche und Pannenstreifen, insbesondere aber auch bei der geplanten Mittelstreifenverschmälerung zwischen dem Anschluss Effretikon und der Verzweigung Brüttisellen der Fall. Zudem wird dieser Oberbautyp C1 punktuell im Bereich der Verzweigung Zürich-Ost und dem Anschluss Wallisellen angewendet. Für die Baustellenführung während den Hauptarbeiten, die spätere Umsetzung von Pannenstreifen und die Optimierung des Lichtraumprofils ist zudem die Absenkung des Trassees in Fahrtrichtung St. Gallen sowie dessen Verbreiterung und Verstärkung notwendig (Typ C2/C3; nicht dargestellt).

Die Wahl des Belags ist abhängig vom Zustand der Strasse und der zukünftigen Beanspruchung.
© ASTRA Infrastrukturfiliale Winterthur

Einzelne Anlagenteile von Brücken, Rampen, Unterführungen und anderen Kunstbauten befinden sich in einem knapp befriedigendem beziehungsweise bereits ungenügendem Zustand: Im Laufe der Jahre ist es zu Betonabplatzungen, Belagsrissen, Aufwölbungen und weiteren Schädigungen gekommen. Deshalb sind an rund 25 Kunstbauten und 14 kleineren Bauwerken gezielte Sanierungs- und Verstärkungsmassnahmen geplant.

Verkehrsoptimierungen und Ausrüstung

Mit den Anpassungen an den Markierungen gehen die Entflechtung des Verkehrs sowie die Optimierung der Verkehrsführung einher. Die in die Jahre gekommene Betriebs- und Sicherheitsausrüstung (BSA) wird ersetzt und ein neues, digitales Verkehrsmanagementsystem für die Geschwindigkeitsharmonisierung und Gefahrenwarnung in Betrieb genommen. Es werden 40 neue Signalportale erstellt.

Dank dieser neuen digitalen Signalisation kann die Geschwindigkeit flexibel dem Verkehrsaufkommen und den Strassenverhältnissen angepasst werden. In gleicher Weise wird auf Gefahren wie Unfälle, Stau oder Baustellen hingewiesen. Überdies werden insbesondere auf Nebenachsen und punktuell im Bereich der Verzweigung Brüttisellen Teile der Beleuchtung im Einklang mit der übergeordneten Energiestrategie zurückgebaut.

Zwischen Zürich-Ost und Effretikon werden 40 neue Signalportale für das Verkehrsmanagement realisiert.
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Umwelt- und Lärmschutz

Im Rahmen des Projekts werden Massnahmen zur Erhaltung und Verbesserung des Umweltschutzes realisiert. Unter anderem werden Grundwasserschutzzonen besser geschützt und Entwässerungs- sowie Sickerleitungen instand gesetzt.

Weitere Massnahmen zum Schutz der Umwelt betreffen die Bauphasen. Dazu zählen unter anderem Massnahmen zum Schutz vor Baulärm und Luftschadstoffemissionen, der Schutz der Gewässer (Grundwasser und Oberflächengewässer) sowie die Wiederherstellung der temporär beanspruchten Flächen. Für den gesetzeskonformen Umgang mit belastetem Bodenmaterial wird zudem eine Umweltbauleitung Boden / Altlasten eingesetzt.

Im Rahmen eines separaten Projekts ist zu einem späteren Zeitpunkt der Bau von zwei Strassenabwasser-Behandlungsanlagen (SABA) vorgesehen. Zusätzlich werden mehrere neue Lärmschutzwände erstellt. Diese sind Projektbestandteile der nachfolgenden Massnahmen im Rahmen der permanenten Pannenstreifenumnutzung PUN (vgl. Kapitel 7, nachfolgende Massnahmen).

Kontakt

ASTRA – Infrastrukturfiliale Winterthur Grüzefeldstrasse 41
8404 Winterthur
E-Mail: winterthur@astra.admin.ch
Tel.: 058 480 47 11

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