A4 Mositunnel, Inbetriebnahme Sicherheitsstollen

Beim mehr als 50jährigen und 1,14 km langen, einröhrigen Mositunnel bei Ingenbohl-Brunnen wird die Tunnelsicherheit erhöht. Mit dem Bau eines Sicherheitsstollens wurde diesbezüglich eine wichtige Massnahme umgesetzt.

Der 1‘108 Meter lange Sicherheitsstollen verläuft seeseitig parallel zum Mositunnel in einem Abstand von ca. 20 Metern. Von November 2013 bis Dezember 2016 sind rund 18‘000 m3 Gestein aus dem Berg befördert worden. Dieses ist teilweise für die Auffüllung der Sohle des Sicherheitsstollens sowie zur Hinterfüllung bei der Zentrale Nord wiederverwendet worden.  Neben dem Ausbruch des Sicherheitsstollens sind eine oberirdische Zentrale beim Nordportal des Mositunnels und im Süden je eine unterirdische Betriebs- und Lüftungszentrale gebaut worden.

Mit den Ventilatoren bei den Zentralen Nord und Süd kann eine einwandfreie Luftversorgung im Sicherheitsstollen mit permanentem Überdruck (Abwehr Rauchgase) sichergestellt werden. Die Schleusen bei den beiden Portalen sorgen dafür, dass der Druckausgleich im Sicherheitsstollen jederzeit gewährleistet ist.

Drei Querverbindungen führen vom Sicherheitsstollen zum Mositunnel, die mit Alarmkästen mit Notruftelefonen und Feuerlöschern ausgestattet sind. Blitzlichter, welche im Ereignisfall aktiviert werden und nachleuchtende Fluchtwegmarkierungen sowie Leuchtbalken weisen im Fahhraum auf die Notausgänge hin.

Nach Abschluss der Tests der Betriebs- und Sicherheitsausrüstungen sowie Begehungen mit Verantwortlichen der Blaulichtorganisationen kann der Sicherheitsstollen Mositunnel am 17. Dezember 2016 in Betrieb genommen werden. Damit ist ein wichtiger Meilenstein zur Erhöhung der Sicherheit für die Autofahrenden im Mositunnel umgesetzt worden. Die Kosten für den Bau des Sicherheitsstollens belaufen sich auf rund 20.6 Millionen Franken.

Weiteres Vorgehen
Die notwendigen verbleibenden Instandsetzungsarbeiten im Mositunnel werden nach der Inbetriebnahme des Morschachertunnels und der neuen Axenstrasse ab ca. 2027 ausgeführt. Um jedoch bis dahin die Betriebssicherheit gewährleisten zu können, sind in den Jahren 2018/2019 weitere Bauarbeiten erforderlich. Gleichzeitig umgesetzt werden auch Massnahmen zur Erhöhung der Tunnelsicherheit.

Bauarbeiten in den Jahren 2018/2019
·        Umstellung der Lüftung auf Strahlventilatoren und Abbruch der Zwischendecke
·        Ausrüstung neue SOS-Nischen
·        Ersatz der Betriebs- und Sicherheitsausrüstung
·        Erneuerung Signalisationen in den Tunnelvorzonen
·        Erneuerung Löschwasserleitung mit neuen Hydranten-Nischen
·        Sanierung Bankette inkl. Tunnelentwässerung

Um die Verkehrsbehinderungen so gering wie möglich zu halten, werden diese Arbeiten jeweils zwischen 20 Uhr und 5 Uhr ausgeführt. Von Juli bis September finden keine Arbeiten statt.
Gesamtkosten Erhöhung Tunnelsicherheit Mositunnel inkl. Sicherheitsstollen: rund 72 Mio. Franken.

 

Kontakt        
Esther Widmer, Beauftragte Information und Kommunikation ASTRA,
Tel. 058 482 75 06

Zofingen, 12. Dezember 2016

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