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Projektübersicht
Der Milchbucktunnel zählt zu den wichtigsten Verkehrserschliessungen im Stadtgebiet von Zürich und ist zudem der höchst frequentierte einröhrige Strassentunnel der Schweiz. Der 1.9 Kilometer lange Tunnel wurde im Jahre 1985 in Betrieb genommen.
Im Mai 2003 führte der Kanton Zürich erste Erneuerungsarbeiten durch (Instandsetzung des Fahrraums). Der einröhrige Strassentunnel zwischen den Anschlüssen Zürich-Letten und Zürich-Unterstrass soll im Rahmen von drei aufeinander folgenden Massnahmenstufen A bis C auf den aktuellen Stand der Sicherheitsnormen gebracht werden. Die bisher ausgeführten Massnahmen umfassten unter anderem die Erneuerung der Energieversorgung, der Beleuchtung, der Tunnellüftung und des Verkehrsleitsystems. Zusätzlich wurde der Tunnel mit Rauchdetektoren und einer flächendeckenden Videoüberwachung ausgestattet.
Die noch offenen Arbeiten der Massnahmenstufe C erfolgen seit Anfang 2008 unter Leitung der Infrastrukturfiliale Winterthur des Bundesamts für Strassen ASTRA.
Ausbau/Neubau
Das Projekt umfasst den Bau eines neuen Sicherheitsstollens. Dieser wird parallel zum Haupttunnel verlaufen und die bereits bestehenden, im Tagbauverfahren entstandenen Tunnelportalbereiche Nord und Süd verbinden.
Der Sicherheitsstollen soll bei Notfällen und besonderen Ereignissen geschützte Flucht- und Rettungswege gewährleisten. Es ist geplant, den Hauptteil des rund 1'300 Meter langen Sicherheitsstollens mittels einer Tunnelbohrmaschine (TBM) auszubrechen. Die Bauzeit ist auf drei Jahre veranschlagt.
Neben dem Sicherheitsstollen umfasst das Projekt auch den Ausbau der Entwässerung mit einem Stapelbecken im Bereich des Südportals. Während den Hauptarbeiten werden im Tunnel lediglich zwei der üblicherweise drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.
Erhaltung
Direkt im Anschluss an den Ausbau realisiert die Bauherrschaft eine Neu- bzw. Umverlegung der Längsverkabelung (Energie und Kommunikation) vom Werkleitungskanal unterhalb der Fahrbahn in den neuen Sicherheitsstollen. Die Gründe hierfür sind:
- der altersbedingte Ersatz von Kabelanlagen
- die Platzoptimierungen im bestehenden Werkleitungskanal
- die Verbesserung der Systemverbindungen zwischen den Zentralen (Redundanz)
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