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Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen: Aufbauarbeiten gestartet

Bern, 07.07.2010 - Wie im Februar 2009 angekündigt, testet das Bundesamt für Strassen (ASTRA) ab Herbst 2010 Anlagen für Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen auf Nationalstrassen. Seit Ende Juni sind die Vorarbeiten am Standort Arisdorftunnel auf der A2 im Kanton Basel-Landschaft planmässig im Gang. Die Arbeiten auf der A9 im Kanton Waadt beginnen noch diesen Herbst. Abschnittsgeschwindigkeitskontrollen überwachen nicht wie herkömmliche Radar-Anlagen die Einhaltung der Geschwindigkeit an einem einzigen Punkt sondern über einen längeren Abschnitt.

Derzeit sind vor und nach dem Arisdorftunnel im Kanton Basel-Landschaft (A2) verschiedene Arbeiten sichtbar. Bis Mitte Juli werden die Portale gestellt, an denen anschliessend die Technik für die Abschnittsgeschwindigkeitsanlage montiert wird. Auch hinter den Kulissen wird gearbeitet: In der Tunnelzentrale werden die Auswertungscomputer installiert und entlang der Autobahn in Fahrtrichtung Süden werden Kabel verlegt und Kameras zur Erfassung der Geschwindigkeitstafeln aufgestellt.

Die Arbeiten werden weitgehend ohne Verkehrsbehinderung durchgeführt sowie mit anderen Unterhaltsarbeiten am Arisdorftunnel koordiniert.

Testphase ab September

Das ASTRA geht vom planmässigen Start der ersten Phase im September 2010 aus. Dabei werden Tests zur Funktionsfähigkeit durchgeführt, Geschwindigkeitsübertretungen aber noch nicht gebüsst.

Nach dem Abschluss dieser ersten technischen Überprüfung wird die Anlage in einer zweiten Phase den operativen Betrieb aufnehmen. Der „Blitz“ wird dann eingeschaltet und die Daten von fehlbaren Lenkern zur Weiterverarbeitung an die Polizei übermittelt. Das ASTRA wird den Start dieser Phase vorgängig ankündigen.

Die Arbeiten am zweiten Standort auf der A9 zwischen Aigle und Bex im Kanton Waadt verlaufen ebenfalls nach Plan. Die Funktionstests sollen auch hier noch im Jahr 2010 erfolgen.

Ebenfalls noch kommenden Herbst soll eine portable Anlage in die erste Testphase gehen. Sie ist für den temporären Einsatz an Gefahrenschwerpunkten wie beispielsweise Baustellen vorgesehen. Noch offen sind die Standorte der Versuche. Auch hier wird das ASTRA über die Auswahl der Standorte während der Testphase vorgängig informieren.

Datenschutz wird gewährleistet

Sowohl der der eidgenössische Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragte wie auch die Datenschutzbehörde des Kantons Basel-Landschaft sind im Projekt eingebunden. Die Vorgaben an den Datenschutz und die Datensicherheit wurden in den Ausführungsbestimmungen der Anlage berücksichtigt. Vor Inbetriebnahme der einzelnen Anlagen werden die Datenschutzbehörden Gelegenheit haben, sich von der korrekten Umsetzung der Vorgaben zu überzeugen.

Medienanlass vor Ort

Vor dem Start der Testphase am Standort Arisdorftunnel wird das ASTRA eine Medienorientierung durchführen. Ein gleicher Anlass ist auch für den Abschnitt Bex – Aigle auf der A9 vorgesehen. Die Medienvertreter werden rechtzeitig eingeladen und können die Abschnittsgeschwindigkeitskontrolle vor Ort besichtigen.

Das ASTRA testet die Abschnittsgeschwindigkeitskontrollanlagen (AGK) an zwei festen Standorten sowie mit einer portablen Anlage. Hintergrund der Tests sind sehr positive Ergebnisse aus dem Ausland. Mit den Tests will das ASTRA herausfinden, ob diese Art der Geschwindigkeitskontrolle in der Schweiz genauso positive Ergebnisse liefert wie beispielsweise in Italien, Österreich oder Holland. Dort konnten die Unfälle mit Getöteten und Schwerverletzten auf den kontrollierten Abschnitten nahezu halbiert werden. Gleichzeitig wurde der Verkehrsfluss in vielen Fällen homogener, das abrupte Abbremsen vor den Radarkästen blieb aus.

Adresse für Rückfragen:

Mediendienst ASTRA, 031 324 14 91

Herausgeber:

Bundesamt für Strassen ASTRA
Internet: http://www.astra.admin.ch